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Familienfreundlichkeit in Unternehmen: KMU holen auf

Welche Firmen sind besonders familienfreundlich? Welche Maßnahmen setzen sie am häufigsten um? Mit diesen Fragen hat sich das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main in einer Studie beschäftigt. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Ergebnisse vor.

Bild zeigt: Buchstaben Family, Quelle: Pixabay/Wokandapix

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewinnt für Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Ob betriebliche Kinderbetreuung, Unterstützungsangebote in der Elternzeit oder Langzeitkonten für flexiblere Zeitplanung – die Anzahl der Unternehmen, die mindestens eine dieser Maßnahmen umsetzen, ist seit 2002 deutlich gestiegen. Bei der Umsetzung familienfreundlicher Strukturen liegen große Betriebe mit mindestens 250 Beschäftigten zwar immer noch vorne, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben in den letzten Jahren aber deutlich aufgeholt. Der Anteil der Betriebe, die Kinderbetreuung anbieten, hat sich unter den Unternehmen mit zehn bis 49 Beschäftigten zwischen 2002 und 2016 zum Beispiel vervierfacht.

Welche Maßnahmen werden umgesetzt?

Im Vergleich aller untersuchten Maßnahmen realisieren Unternehmen besonders häufig Förderangebote während der Elternzeit. Auch hier gibt es insbesondere bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine große Verbesserung: Unter den Betrieben mit 10 bis 49 Beschäftigten bieten inzwischen 16,5 Prozent solche Maßnahmen an. Im Jahr 2002 waren es noch 7,6 Prozent. In Betrieben mit 50 bis 249 Beschäftigten liegt der Anstieg in diesem Zeitraum sogar bei 11,2 Prozentpunkten.

Ob Unternehmen familienfreundliche Strukturen umsetzen, hängt jedoch nicht allein von der Betriebsgröße ab. Auch der Frauenanteil in der Belegschaft spielt eine große Rolle. Je mehr Frauen verhältnismäßig in einem Betrieb arbeiten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf eingeführt werden. Und die IAB-Studie zeigt: Das lohnt sich nicht nur für die Beschäftigten, sondern auch für die Betriebe. Je mehr Unterstützung Eltern erhalten, desto schneller kehren sie nach der Elternzeit an ihren Arbeitsplatz zurück.

Den gesamten IAB-Kurzbericht können Sie hier nachlesen.

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