KC Risk AG: Informationspolitik als wichtige Grundlage für die familienfreundliche Haltung

KC Risk AG: Informationspolitik als wichtige Grundlage für die familienfreundliche Haltung 

Beschäftigte: 50
Standorte: Nürnberg ( Bayern)
Branche: Finanzdienstleistungen

Was?

Offenheit für neue Vereinbarkeitslösungen und regelmäßige Kommunikation der Unterstützungsangebote für die Beschäftigten sind wichtige Grundlage für Familienfreundlichkeit.

Warum?

Familienfreundliche Angebote bei der KC Risk AG Kompetenzcenter Risikosteuerung, einem Consultingunternehmen für Genossenschaftsbanken, sollen für alle gelten, damit sich die Beschäftigten wohl und gesund fühlen. „Dies versuchen wir durch ein breites Maßnahmenpaket und hohe Flexibilität möglich zu machen“ erklärt Alexandra Strobel, Personalverantwortliche im Unternehmen. „Unsere Beschäftigten können und sollen jederzeit mit ihren Anliegen auf ihre direkten Bereichsleiter oder unsere Vorstände zugehen, damit wir ihre Bedarfe kennen und individuell darauf eingehen können.“ Im Jahr 2025 wurde die Führungs- und Unternehmenskultur mit Hilfe einer Agentur durchleuchtet und konkrete Maßnahmen abgeleitet. 

Wie?

Bei KC Risk gibt es eine sehr aktive und regelmäßige Informationspolitik, um Transparenz und Wissen zu schaffen – auch zu Vereinbarkeitsfragen. Für alle Beschäftigten zugänglich gibt es ein digitales Organisationshandbuch, das über die Regelungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie informiert und alle firmenseitigen Angebote auflistet. Neben Mitarbeitergesprächen erhalten die Kolleginnen und Kollegen über regelmäßige E-Mails relevante Informationen oder Neuerungen, die ergänzend zum Handbuch wichtig sind, wie zum Beispiel bei Änderungen der sozialen Leistungen. Auf diesem Weg hat das Unternehmen kürzlich den zusätzlichen „Angehörigen-krank-Tag“ vorgestellt, der ohne bürokratische Hürden genommen werden kann. Ebenso erhalten die Mitarbeitenden regelmäßig Angebote zur physischen und psychischen Gesundheit. 

Wichtiges Thema für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind weiterhin Vertretungsregelungen. Diese sollen bei längeren Ausfällen oder bei Elternzeit nicht auf Kosten der anderen Kolleginnen und Kollegen gehen. Stattdessen versucht das Unternehmen aus anderen Abteilungen Mitarbeitende temporär als Vertretung einzusetzen – oder bei längeren Auszeiten neue Kolleginnen und Kollegen einzustellen. „Vor Kurzem ist ein Teamleiter in Elternzeit gegangen. Dank vorausschauender Planung und dank Gesprächen konnten wir diese Situation problemlos auffangen, indem ein Kollege Aufgaben übernommen hat“, berichtet Frau Strobel. “Ein anderer Kollege hat seine Arbeitszeit reduziert, da er beide Eltern pflegen muss. Hier ging es nur um das 'Wie' und nicht um das 'Ob'. Nach einem Jahr setzen wir uns wieder zusammen und schauen, ob die Reduzierung auf 30 Stunden bestehen bleibt oder ob es Anpassungen für eine bestmögliche Vereinbarkeit geben muss“, so Strobel weiter.

Erfahrung?

Die Unternehmenskultur zeichnet sich dadurch aus, dass die Vorstände jederzeit bereit sind, neue Ideen aufzunehmen. Diese werden gründlich geprüft und wenn sie überzeugen, in die Praxis umgesetzt. „Das nimmt auch die Mitarbeiterschaft positiv wahr“, betont Frau Strobel. Natürlich gibt es Situationen, in denen betriebliche Belange mit den individuellen Bedürfnissen etwas kollidieren. Wichtig sei dann, im Gespräch zu bleiben und eine gute Lösung für beide Seiten zu finden. 

Ein Beispiel hierfür ist die Rückkehr aus der Elternzeit in Teilzeit, nachdem der Mitarbeitende zuvor in Vollzeit tätig war. Es kann vorkommen, dass bestimmte Aufgaben mit der reduzierten Arbeitszeit nicht mehr vollständig bewältigbar sind. In solchen Fällen wurde in Absprache mit dem Mitarbeitenden ein neues Aufgabenfeld geschaffen, das dem geringeren Stundenumfang entspricht. Zudem erleichtert die Möglichkeit, flexibel im Homeoffice zu arbeiten, den Wiedereinstieg dadurch erheblich.

Tipp

Lassen Sie sich im Unternehmensnetzwerk von Beispielen inspirieren! Alexandra Strobel: „Im Rahmen unserer Mitgliedschaft im Unternehmensnetzwerk haben wir uns intensiv mit den vielfältigen Ansätzen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie auseinandergesetzt. Besonders inspiriert hat uns ein Beispiel aus dem Checkheft 'Familienorientierte Personalpolitik' des Netzwerkbüros: Die Einführung von Pflege-Krank-Tagen analog zu den Kind-Krank-Tagen, die ein dort beschriebenes Unternehmen zusätzlich anbietet. Diese Idee haben wir aufgegriffen und umgesetzt – neben einem 'Kind-Krank-Tag' bieten wir nun auch einen 'Angehörige-Krank-Tag' pro Jahr an.“